Ladenia: Das griechische Olivenöl-Fladenbrot von den Kykladen
Ladenia: Das griechische Olivenöl-Fladenbrot von den Kykladen
Wenn du dir je eine Pizza gewünscht hast, die nach nichts anderem schmeckt als nach sonnengereiften Tomaten, süßen Zwiebeln und gutem Olivenöl, dann hast du dir Ladenia gewünscht. Dieses schlichte Fladenbrot stammt von den Kykladeninseln Kimolos und Milos, wo es seit Generationen ganz ohne Käse gebacken wird. Sein Name sagt schon alles: ladi bedeutet Olivenöl, und Olivenöl ist das Herz, das Fett und der Geschmack des ganzen Gerichts. Ein knuspriger, goldener Boden, eine weiche, leicht zähe Krume und ein Belag, der an den Rändern karamellisiert – Ladenia ist mediterrane Küche in ihrer ehrlichsten Form.
Das Beste daran: Es lässt sich zu Hause wirklich einfach zubereiten. Keine komplizierte Technik, kein Spezialgerät und nur eine kurze Zutatenliste. Am wichtigsten ist die Qualität dessen, was oben drauf kommt – und vor allem das Öl, in dem du es backst. Dies ist ein Rezept, bei dem ein gutes natives Olivenöl extra kein Nebendarsteller ist, sondern der Star auf dem Teller.
Was ist Ladenia?
Ladenia wird oft als „die griechische Pizza“ bezeichnet, doch dieser Vergleich trägt nur ein Stück weit. Während eine neapolitanische Pizza auf Mozzarella und einen schnellen, sehr heißen Ofengang setzt, kommt Ladenia bewusst ohne Käse aus und backt sanfter, damit Tomaten und Zwiebeln in den Teig einsinken. Das Ergebnis ist näher an einer provenzalischen Pissaladière oder einer italienischen Focaccia als an einer Pizza – und doch ganz eigen.
Auf Kimolos und Milos ist es traditionelles Straßen- und Bäckereiessen, das stückweise verkauft, warm aus der Hand gegessen oder für einen Tag am Strand eingepackt wird. Es ist von Natur aus vegan, denkbar einfach und äußerst gutmütig. Der Schlüssel ist Großzügigkeit beim Olivenöl: Es wird in den Teig gestrichen, über das Gemüse geträufelt und noch einmal darübergegeben, sobald das Fladenbrot aus dem Ofen kommt.
Warum das Olivenöl über dieses Rezept entscheidet
Weil Ladenia aus so wenigen Zutaten besteht, kann sich keine davon verstecken. Besonders das Öl wird direkt herausgeschmeckt und nicht von Käse oder Sauce überdeckt – ein fades, altes Öl gibt dir also ein fades, altes Fladenbrot. Ein frisches, fruchtiges natives Olivenöl extra bringt eine pfeffrige, grüne, leicht buttrige Note, die die Süße der Tomaten und die milden Zwiebeln hervorhebt.
Für dieses Rezept verwenden wir unser natives Olivenöl extra aus dem Peloponnes. Von Hand geerntet, ungefiltert und laborgeprüft auf niedrigen Säuregehalt, hat es das kräftige, pfeffrige Rückgrat, das beim Backen standhält und roh darübergeträufelt noch immer lebendig schmeckt. Wenn du eine Flasche hast, die du liebst, dann ist dies das Gericht, um sie in Szene zu setzen.
Zutaten
Für den Teig:
- 400 g Weizenmehl, plus etwas mehr zum Bestäuben
- 7 g Trockenhefe (1 Päckchen)
- 250 ml lauwarmes Wasser
- 4 EL natives Olivenöl extra, plus mehr für die Form und zum Verfeinern
- 1 TL Meersalz
- 1 TL Zucker
Für den Belag:
- 4 reife Tomaten, dünn geschnitten (oder 400 g Kirschtomaten, halbiert)
- 2 rote Zwiebeln, dünn geschnitten
- Eine Handvoll griechische grüne Oliven, ganz oder grob zerteilt
- 1–2 TL getrockneter Oregano
- Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- Zum Schluss ein großzügiger Schuss natives Olivenöl extra
Zubereitung
- Die Hefe wecken. Zucker und Hefe in das lauwarme Wasser rühren und etwa 10 Minuten stehen lassen, bis es schäumt. So erkennst du, dass die Hefe aktiv und bereit ist.
- Den Teig machen. Mehl und Salz in einer großen Schüssel vermengen. Die Hefemischung und das Olivenöl dazugeben und alles zu einem weichen, leicht klebrigen Teig verbinden. Auf einer leicht bemehlten Fläche 8–10 Minuten glatt und elastisch kneten.
- Gehen lassen. Den Teig zu einer Kugel formen, in eine geölte Schüssel legen, mit einem sauberen Tuch abdecken und an einem warmen Ort etwa 1 bis 1,5 Stunden gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.
- Die Zwiebeln vorbereiten. Während der Teig geht, die Zwiebelscheiben mit etwas Salz bestreuen und ziehen lassen. Das mildert ihre Schärfe und lockt die Süße hervor, sodass sie im Ofen schmelzen statt zu verbrennen.
- Den Boden formen. Eine große Backform (etwa 30 x 40 cm) großzügig ölen. Den gegangenen Teig hineingeben und mit geölten Fingern gleichmäßig in der Form ausdrücken. Die Oberfläche wie bei Focaccia überall mit Mulden versehen.
- Belegen. Die Zwiebeln über den Teig streuen, dann die Tomatenscheiben darauf verteilen. Die grünen Oliven dazwischenstecken, mit Salz, Pfeffer und reichlich Oregano würzen und alles mit einigen Esslöffeln Olivenöl beträufeln.
- Backen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 °C (Umluft 180 °C) 30–35 Minuten backen, bis der Boden tief goldbraun und die Ränder knusprig sind.
- Verfeinern Pour La Vie. Sobald es aus dem Ofen kommt, noch einen letzten Strahl rohes natives Olivenöl extra darübergeben. 10 Minuten ruhen lassen, dann in Stücke schneiden und warm oder bei Zimmertemperatur servieren.
Tipps für die beste Ladenia
Die Zwiebeln salzen. Ein kleiner Schritt, aber das Vorsalzen hält die Zwiebeln süß und zart statt scharf und verbrannt.
Nicht am Öl sparen. Ladenia sollte vor dem Backen fast zu großzügig geölt aussehen. Ein Großteil wird beim Backen vom Teig aufgenommen und sorgt für den typisch knusprigen, reichen Boden.
Reife Tomaten verwenden. Im Sommer machen vollreife Tomaten den ganzen Unterschied. Außerhalb der Saison haben gute Kirschtomaten mehr Geschmack als blasse große.
Vor dem Schneiden ruhen lassen. Eine kurze Ruhezeit lässt den Boden fest werden, sodass du saubere, knusprige Stücke bekommst statt einer matschigen Mitte.
So servierst du sie
Ladenia ist für sich schon eine kleine ganze Mahlzeit, glänzt aber auch als Teil einer Meze-Tafel. Serviere sie mit einer Schale zusätzlicher marinierter grüner Oliven, einem Stück Feta und einem einfachen Blattsalat mit Olivenöl und Zitrone. Ein Glas kühler Weißwein oder ein Ouzo mit Wasser macht daraus einen echten Inselnachmittag.
Unser Produkt-Tipp
Natives Olivenöl extra von der Peloponnes (500 ml)
Von Hand geerntet, ungefiltert und laborgeprüft – das fruchtige, pfeffrige Öl, das der Ladenia ihre Seele gibt.
Zum OlivenölHäufige Fragen
Ist Ladenia dasselbe wie Pizza?
Nicht ganz. Ladenia teilt die Idee eines belegten, gebackenen Bodens, wird aber traditionell ganz ohne Käse gemacht und lebt von Olivenöl, Tomaten und Zwiebeln. Die Textur ist weicher und focaccia-artiger, der Geschmack rein mediterran.
Kann ich Ladenia vegan machen?
Sie ist es bereits. Klassische Ladenia enthält weder Käse noch Eier oder Milchprodukte – nur Teig, Gemüse, Oliven, Kräuter und reichlich natives Olivenöl extra. Sie ist eines der von Natur aus vegansten Gerichte der griechischen Küche.
Welches Olivenöl ist am besten für Ladenia?
Verwende ein frisches, fruchtiges natives Olivenöl extra mit pfeffrigem Abgang, da es direkt herausgeschmeckt und nicht versteckt wird. Unser natives Olivenöl extra aus dem Peloponnes ist ideal: kräftig genug zum Backen und lebendig genug, um es am Ende roh darüberzuträufeln.
Ein Stück Inselleben, Pour La Vie
Ladenia zeigt, wie wenig man braucht, um gut zu essen: Mehl, Tomaten, Zwiebeln, Oliven und ein Olivenöl, das es wert ist, für sich allein probiert zu werden. Backe eine an einem warmen Abend, schneide sie in großzügige Stücke und teile sie so, wie es die Inselbewohner tun. Hol dir die Kykladen in die eigene Küche mit Jegit – Pour La Vie.
