Sliced Greek olive oil and thyme honey cake on a rustic wooden table

Griechischer Olivenöl-Thymianhonig-Kuchen: Ein einfaches traditionelles Rezept

Griechischer Olivenöl-Thymianhonig-Kuchen: Ein einfaches traditionelles Rezept

Lange bevor Butter in mediterranen Küchen Einzug hielt, war Olivenöl das Fett der Wahl für Kuchen, und Honig war das Süßungsmittel, das ihnen den letzten Schliff gab. Dieser griechische Olivenöl-Thymianhonig-Kuchen führt diese Tradition fort: Er bleibt tagelang saftig, ist dezent gewürzt und trägt in jedem Bissen die wilde Blütentiefe von echtem Thymianhonig. Er ist genau die Art Kuchen, die man morgens zum Kaffee schneidet oder abends leicht warm mit einem Löffel Joghurt serviert.

Anders als Butterkuchen braucht ein Olivenöl-Kuchen kein Aufschlagen, kein Handrührgerät und keine sorgfältige Temperaturkontrolle. Man verquirlt einfach die feuchten Zutaten mit den trockenen. Das Ergebnis ist eine zarte, feinporige Krume mit einer leicht pfeffrigen Note vom Öl, ausbalanciert durch die blumige Süße des Honigs obenauf.

Warum Olivenöl und Thymianhonig so gut zusammenpassen

Thymianhonig zählt zu den kostbarsten Honigsorten Griechenlands. Er wird von Bienen erzeugt, die auf wildem Thymian sammeln, der auf sonnenverwöhnten Hängen wächst. Er hat einen tieferen, aromatischeren Charakter als Kleeblüten- oder Akazienhonig, mit einem leicht harzigen Abgang, der wunderbar zu den fruchtigen, pfeffrigen Noten eines guten nativen Olivenöls extra passt. Im Kuchen hält das Öl die Krume saftig und reichhaltig, ohne fettig zu schmecken, während die Honigglasur obenauf für Glanz, Süße und eine sanfte Kräuternote sorgt, die normaler Zucker einfach nicht erreicht.

Beide Zutaten sind zudem Vorratsschrank-Klassiker, die sich monatelang halten – ein Grund mehr, diesen Kuchen spontan zu backen, wann immer man etwas Besonderes als einfachen Rührkuchen möchte.

Zutaten

Für einen Kuchen (22 cm), ergibt 10–12 Stücke.

Für den Teig

  • 240 g Weizenmehl
  • 1 ½ TL Backpulver
  • ¼ TL Natron
  • ¼ TL feines Meersalz
  • 3 große Eier, Zimmertemperatur
  • 150 g Zucker
  • 180 ml natives Olivenöl extra, plus etwas mehr für die Form
  • 120 g griechischer Naturjoghurt
  • Abrieb einer unbehandelten Zitrone
  • 1 TL Vanilleextrakt

Für die Honigglasur

  • 4 EL Thymianhonig
  • 1 EL warmes Wasser
  • 1 TL Zitronensaft
  • Ein paar frische Thymianzweige zum Garnieren (optional)

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 175°C (Umluft 160°C) vorheizen. Eine runde Kuchenform (22 cm) mit etwas Olivenöl einfetten und den Boden mit Backpapier auslegen.
  2. In einer mittleren Schüssel Mehl, Backpulver, Natron und Salz verrühren.
  3. In einer großen Schüssel Eier und Zucker 1–2 Minuten verquirlen, bis die Masse hell und leicht angedickt ist. Nach und nach das Olivenöl in einem dünnen Strahl einrühren, dann Joghurt, Zitronenabrieb und Vanille unterrühren, bis alles glatt ist.
  4. Die trockenen Zutaten in zwei Portionen unter die feuchte Masse heben, nur bis keine Mehlstreifen mehr sichtbar sind. Nicht zu lange rühren.
  5. Den Teig in die vorbereitete Form füllen und glattstreichen. 35–40 Minuten backen, bis ein Holzstäbchen sauber herauskommt und die Oberfläche bei leichtem Druck zurückfedert.
  6. Den Kuchen 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen.
  7. Solange der Kuchen noch warm ist, den Thymianhonig mit warmem Wasser und Zitronensaft verrühren, bis er flüssig ist, dann gleichmäßig über den Kuchen streichen oder träufeln. Nach Belieben mit frischem Thymian bestreuen und vor dem Anschneiden abkühlen lassen.

Tipps für das beste Ergebnis

Ein fruchtiges, nicht zu bitteres Olivenöl wählen

Ein Kuchen schmeckt nur so gut wie das Öl, mit dem man ihn backt. Ein mildes, fruchtiges natives Olivenöl extra, etwa ein naturtrübes von der Peloponnes, ergibt einen runderen Geschmack als ein sehr scharfes, pfeffriges Öl, das den Honig überdecken könnte.

Den Honig vor dem Glasieren erwärmen

Kalter Honig ist dickflüssig und lässt sich schwer gleichmäßig verteilen. Ein Schuss warmes Wasser macht ihn geschmeidig genug, um in den warmen Kuchen einzuziehen, ohne obenauf Pfützen zu bilden.

Aufbewahrung

Dank des Öls hält sich dieser Kuchen ausgesprochen gut. Abgedeckt bei Raumtemperatur bis zu 4 Tage oder im Kühlschrank bis zu einer Woche aufbewahren – vor dem Servieren einfach wieder auf Raumtemperatur kommen lassen, damit die Krume erneut weich wird.

Serviervorschläge

Dünne Scheiben mit einem Klecks dickem griechischem Joghurt und ein paar zusätzlichen Tropfen Thymianhonig servieren, oder zusammen mit frischen Feigen und einem starken Kaffee. Für eine Dessertvariante eine Scheibe leicht erwärmen und mit einer Kugel Vanilleeis servieren – die Honigglasur wird gegen das kalte Eis wunderbar sirupartig. Ein Honiglöffel aus Olivenholz hält dabei alles sauber und bringt einen schönen rustikalen Touch auf den Tisch.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich einen anderen Honig verwenden, wenn ich keinen Thymianhonig habe?

Das geht, allerdings wird der Geschmack spürbar milder und weniger aromatisch. Thymianhonig hat eine unverwechselbare kräuterartige Tiefe, die Blütenhonig fehlt, und genau das verleiht diesem Kuchen seinen griechischen Charakter. Wenn möglich, lohnt es sich, für dieses Rezept echten Thymianhonig zu besorgen.

Warum wird im Rezept Olivenöl statt Butter verwendet?

Olivenöl ist bei Raumtemperatur flüssig, und genau das hält diesen Kuchen so lange saftig – Butterkuchen trocknen schneller aus, da die Butter nach dem Backen wieder fest wird. Olivenöl bringt außerdem eine feine fruchtige Note mit, die die Honigglasur ergänzt, statt mit ihr zu konkurrieren.

Kann ich den Kuchen im Voraus backen?

Ja, er wird nach einem Tag sogar noch etwas besser, weil die Honigglasur weiter in die Krume einzieht. Bis zu zwei Tage im Voraus backen, abgedeckt bei Raumtemperatur aufbewahren und vor dem Servieren bei Bedarf noch etwas Honig darüberträufeln.

Unser Produkt-Tipp

Thymianhonig 400g aus Griechenland

Reiner, unerhitzter Thymianhonig – das aromatische Herzstück der Glasur dieses Kuchens.

Thymianhonig entdecken

So ein schlichter Kuchen verdient Zutaten, denen man vertrauen kann. Greife zu einer Flasche naturtrübem griechischem Olivenöl und einem Glas echtem Thymianhonig, und lass die beiden das tun, was sie in mediterranen Küchen schon immer getan haben: aus wenigen Grundzutaten etwas zu machen, für das es sich zu verweilen lohnt. Pour La Vie.