A bowl of creamy Greek fava topped with red onion, capers and olives, drizzled with olive oil

Griechische Fava: Das cremige Schälerbsenpüree aus Santorini mit Olivenöl

Wenn du in einer Taverne am Meer schon einmal einen Teller mit cremigem, goldgelbem Püree bestellt und dich gefragt hast, was das eigentlich ist, lautet die Antwort fast sicher: Fava. Dieses samtige griechische Schälerbsenpüree gehört zu den wohltuendsten Gerichten der gesamten mediterranen Küche und braucht nur eine Handvoll Vorratszutaten – allen voran ein gutes natives Olivenöl extra. Warm, nährend und von Natur aus vegan, hat Fava in Griechenland Generationen ernährt – und sie ist zu Hause viel einfacher zuzubereiten, als ihre seidige Konsistenz vermuten lässt.

Was ist griechische Fava?

Trotz des Namens wird griechische Fava überhaupt nicht aus Fava- bzw. Saubohnen gemacht. Es ist ein Püree aus gelben Schälerbsen – auf Griechisch schlicht fáva –, die langsam mit Zwiebel geköchelt werden, bis sie zu einer glatten, löffelbaren Creme zerfallen. Die berühmteste Version stammt von der Insel Santorini, wo der vulkanische Boden Schälerbsen mit besonders feinem, zart süßlichem Geschmack und geschützter Ursprungsbezeichnung hervorbringt. Auf fast jeder Tavernenkarte der Kykladen findest du Fava – warm als Meze serviert, mit reichlich Olivenöl, Zitrone und fein gehackter roher Zwiebel obenauf.

Beliebt macht sie ihre Schlichtheit. Keine Sahne, keine Butter, keine lange Gewürzliste. Die Erbsen geben eine erdige, wohltuende Basis, und alles andere ist eine Frage der Balance: Säure von der Zitrone, Schärfe von der Zwiebel und Fülle von einem großzügigen Schuss Olivenöl. Ein Gericht, das gleichzeitig bescheiden und luxuriös wirkt.

Warum das Olivenöl den Unterschied macht

Weil Fava selbst bewusst mild und erdig ist, übernimmt das Olivenöl, mit dem du sie vollendest, einen großen Teil der Geschmacksarbeit. Ein großzügiger Faden fruchtiges, pfeffriges natives Olivenöl extra von der Peloponnes hebt den ganzen Teller, bringt eine buttrige Rundheit und ein pfeffriges Finish, das wunderbar mit der Süße der Erbsen spielt. Nimm beim Kochen etwas davon für die Tiefe und sei dann am Tisch großzügig mit einem rohen Faden – hier zeigt ein wirklich gutes Öl, was es kann.

Zutaten

Ergibt 4 Portionen als Meze oder Vorspeise.

  • 250 g gelbe Schälerbsen (griechische Fava), gut abgespült
  • 1 mittelgroße Zwiebel, fein gehackt, plus etwas rohe Zwiebel zum Servieren
  • 1 kleine Knoblauchzehe (optional)
  • 700–800 ml Wasser, bei Bedarf etwas mehr
  • 4–5 EL natives Olivenöl extra, plus mehr zum Beträufeln
  • Saft von ½ Zitrone, plus Spalten zum Servieren
  • Meersalz, nach Geschmack
  • Zum Servieren: Kapern, extra rohe Zwiebel, ein paar grüne Oliven und frische Petersilie

Griechische Fava Schritt für Schritt zubereiten

  1. Erbsen abspülen. Gib die Schälerbsen in ein Sieb und spüle sie unter kaltem, fließendem Wasser ab, bis das Wasser klar ist. Einweichen ist nicht nötig – Schälerbsen garen von allein schnell.
  2. Basis anschwitzen. Erwärme 2 EL Olivenöl in einem Topf bei mittlerer Hitze und dünste die gehackte Zwiebel (und ggf. den Knoblauch) einige Minuten glasig, ohne sie zu bräunen.
  3. Sanft köcheln. Gib die abgespülten Erbsen und das Wasser dazu. Einmal sanft aufkochen, dann die Hitze reduzieren und halb zugedeckt etwa 40–50 Minuten köcheln. Ab und zu umrühren und bei Bedarf einen Schuss heißes Wasser nachgießen.
  4. Abschäumen und würzen. Schöpfe in den ersten Minuten den aufsteigenden Schaum ab – das hält das fertige Püree sauber und seidig. Salze die Erbsen erst gegen Ende, wenn sie fast weich sind.
  5. Cremig pürieren. Wenn die Erbsen zu einem dicken Brei zerfallen sind, nimm den Topf vom Herd. Püriere sie mit dem Stabmixer (oder in der Küchenmaschine) zusammen mit dem Zitronensaft und 2 weiteren EL Olivenöl, bis alles völlig glatt und cremig ist. Bei Bedarf mit etwas heißem Wasser lockern – beim Abkühlen wird es fester.
  6. Warm servieren. Streiche die Fava auf einen Teller, drücke eine kleine Mulde in die Mitte und fülle sie mit einem großzügigen Guss Olivenöl. Mit roher Zwiebel, Kapern, Oliven und Petersilie bestreuen und mit einem Spritzer Zitrone vollenden.

Tipps für die seidigste Fava

Ein paar kleine Gewohnheiten machen den Unterschied zwischen guter und tavernenreifer Fava. Erstens: halte den Sud sanft – starkes Kochen kann die Erbsen fad schmecken lassen. Zweitens: früh abschäumen – diese ersten Schaumminuten trennen ein sauberes, glänzendes Püree von einem leicht körnigen. Drittens: püriere, solange die Masse noch warm ist, denn warm wird sie viel glatter als kalt. Und schließlich: Fava wird beim Stehen fester. Ziele also auf eine Konsistenz, die im Topf noch etwas zu locker aussieht – auf dem Teller wird daraus eine perfekt löffelbare Creme.

So servierst du Fava

Fava ist unglaublich vielseitig. Als klassische Meze reichst du sie warm mit warmem Pita oder knusprigem Brot und einer Schale marinierter grüner Oliven. Für einen sättigenderen Teller belegst du sie mit angebratenem Gemüse, gerösteten Kirschtomaten oder einem pochierten Ei. Sie ist auch eine wunderbare Basis unter gegrilltem Gemüse oder Fisch. Reste werden im Kühlschrank fester und lassen sich am nächsten Morgen auf Toast streichen – natürlich beträufelt mit etwas mehr Olivenöl.

Einfache Varianten

Rühre einen Löffel Kapern samt Lake unter für eine würzige Version im Santorini-Stil. Gib eine Prise Kreuzkümmel oder Oregano dazu für ein wärmeres, aromatischeres Ergebnis, oder arbeite gerösteten Knoblauch ein für mehr Tiefe. Was auch immer du hinzufügst – bleib großzügig mit dem Olivenöl, es ist der rote Faden, der alles verbindet.

Häufige Fragen

Ist griechische Fava dasselbe wie Hummus?

Nein. Hummus wird aus Kichererbsen und Tahini hergestellt, während griechische Fava aus gelben Schälerbsen besteht und gar kein Tahini enthält. Fava ist lockerer und seidiger, mit einem milderen, erdigeren Geschmack, der ganz auf gutes Olivenöl, Zitrone und Zwiebel setzt.

Kann ich Fava vorbereiten?

Ja. Fava hält sich im Kühlschrank in einem verschlossenen Behälter bis zu drei Tage. Gekühlt wird sie fest, wärme sie also sanft mit einem Schuss Wasser auf oder lass sie auf Zimmertemperatur kommen – und frische sie vor dem Servieren immer mit einem neuen Faden Olivenöl auf.

Welches Olivenöl eignet sich am besten für Fava?

Ein fruchtiges, pfeffriges natives Olivenöl extra ist ideal, denn Fava ist mild und lässt das Öl glänzen. Unser handgeerntetes natives Olivenöl extra von der Peloponnes ist naturtrüb und geschmacksintensiv – ein perfektes Finishing-Öl für dieses Gericht.

Unser Produkt-Tipp

Premium Olivenöl von der Peloponnes

Handgeerntetes, naturtrübes natives Olivenöl extra – fruchtig, buttrig und pfeffrig, der perfekte Faden über einer Schale Fava.

Zum Olivenöl

Fava ist der Beweis, dass wenige ehrliche Zutaten, mit Sorgfalt behandelt, außergewöhnlich schmecken können. Köchle die Erbsen geduldig, püriere sie glatt und vollende sie mit einem beherzten Guss gutem Olivenöl – das ist das ganze Geheimnis. Hol dir ein Stück Santorini an deinen Tisch und schmecke den Unterschied, den reine, natürliche Zutaten machen. Pour La Vie.