Extra virgin olive oil being poured into a hot pan with vegetables

Welches Olivenöl zum Braten? Der große Ratgeber

Hält sich hartnäckig: „Mit Olivenöl darf man nicht braten." Stimmt das? Die kurze Antwort: doch – wenn du das richtige Öl wählst und ein paar Regeln beachtest. In diesem Ratgeber erfährst du, welches Olivenöl sich zum Braten eignet, worauf der Rauchpunkt ankommt und wie du dein Öl richtig lagerst.

Kann man mit Olivenöl überhaupt braten?

Ja. Der oft zitierte Mythos beruht auf dem sogenannten Rauchpunkt – der Temperatur, ab der ein Öl zu rauchen beginnt und sich Stoffe zersetzen. Gutes natives Olivenöl extra hat einen Rauchpunkt von etwa 180–190 °C, hochwertige Öle teils höher. Für normales Anbraten, Schmoren und Sautieren in der Pfanne reicht das problemlos – diese Temperaturen werden im Alltag selten überschritten.

Entscheidend ist außerdem: Olivenöl ist reich an einfach ungesättigten Fettsäuren und Antioxidantien, die es vergleichsweise hitzestabil machen. Studien zeigen, dass natives Olivenöl extra beim Erhitzen stabiler bleibt als viele andere Öle.

Worauf es beim Brat-Olivenöl ankommt

  • Qualität: Natives Olivenöl extra ist die höchste Güteklasse und enthält die meisten schützenden Antioxidantien.
  • Frische: Je frischer das Öl, desto stabiler ist es beim Erhitzen.
  • Säuregehalt: Ein niedriger Säuregehalt (unter 0,8 %, bei Premiumölen oft deutlich darunter) spricht für hohe Qualität und gute Hitzebeständigkeit.

Für hohe Temperaturen wie scharfes Anbraten oder Frittieren greifen manche zu raffiniertem Olivenöl mit höherem Rauchpunkt. Für die meisten Gerichte – Gemüse, Fisch, Fleisch in der Pfanne – ist gutes natives Olivenöl extra aber die geschmacklich und gesundheitlich bessere Wahl.

Braten, Dünsten, Verfeinern: Wofür welches Öl?

  • Sanftes Braten und Dünsten: Natives Olivenöl extra – Aroma bleibt erhalten.
  • Scharfes Anbraten/Frittieren: Öl mit höherem Rauchpunkt oder sparsam und nicht zu heiß.
  • Kalt verfeinern (Salate, Dips, Brot): Natives Olivenöl extra glänzt mit vollem, fruchtigem Aroma – am besten unfiltriert.

Ein unfiltriertes, handgeerntetes Olivenöl wie unser Extra Natives Olivenöl von der Peloponnes bringt einen würzig-butterigen, leicht pfeffrigen Charakter mit, der warme wie kalte Gerichte aufwertet.

Wie lange ist Olivenöl haltbar?

Olivenöl ist kein Wein – es wird mit der Zeit nicht besser, sondern verliert Aroma und wertvolle Inhaltsstoffe. Ungeöffnet hält gutes Olivenöl etwa 18–24 Monate ab Abfüllung. Nach dem Öffnen solltest du es innerhalb von 2–3 Monaten verbrauchen, da Sauerstoff den Oxidationsprozess beschleunigt.

  • Dunkel lagern: Licht ist der größte Feind. Eine dunkle Flasche oder ein Schrank schützt.
  • Kühl, aber nicht im Kühlschrank: Ideal sind 14–18 °C. Direkt neben dem Herd ist der falsche Platz.
  • Gut verschließen: Immer fest zudrehen, damit möglichst wenig Luft eindringt.

Woran du ranziges Öl erkennst: Es riecht muffig oder „nach alten Nüssen" und schmeckt kratzig-unangenehm. Dann gehört es entsorgt.

Häufige Fragen

Welches Olivenöl ist das beste zum Braten?

Ein frisches, natives Olivenöl extra mit niedrigem Säuregehalt. Für sehr hohe Temperaturen eignet sich raffiniertes Olivenöl.

Ist Braten mit Olivenöl ungesund?

Nein, solange du den Rauchpunkt nicht überschreitest. Natives Olivenöl extra ist sogar vergleichsweise hitzestabil.

Wie lange hält geöffnetes Olivenöl?

Etwa 2–3 Monate, wenn es dunkel, kühl und gut verschlossen gelagert wird.

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